Newsletter Januar 2026

Neustart für ein Hunde-Trio

Gisi (*2019), Flokati (*2016) und Horsti (*2016) sind die ersten Neuzugänge im Jahr 2026 in der Kasseler Wau-Mau-Insel. Das Hunde-Trio stammt aus sehr schlechter Haltung und hat bei Wind und Wetter in einer mehr als armseligen Behausung draußen leben müssen.
Zum Glück hat eine Tierfreundin ihr Schicksal bemerkt und die Hunde dort herausgeholt.
Umliegende Tierheime hatten eine Aufnahme leider abgelehnt. Und da Gefahr für Leib und Leben der Tiere drohte, ist die Kasseler Wau-Mau-Insel kurzfristig eingesprungen.
Alle drei befinden sich in einem sehr schlechten Pflegezustand, einen Tierarzt haben sie wohl schon lange nicht mehr gesehen. Insbesondere der kleine Flokati bereitete den Tierpflegern Sorgen und hatte eine leicht bläuliche Zunge, so dass er umgehend einem Tierarzt vorgestellt wurde und das war auch gut so, denn dieser diagnostizierte neben einer starken Bronchitis auch eine Herzinsuffizienz und ein beginnendes Lungenödem. Aber auch die anderen beiden leiden unter Ohrenentzündungen, Herzgeräuschen und benötigen dringend eine Zahnsanierung.
An ein normales Hundeleben mit Familienanschluss und regelmäßigen Spaziergängen etc. müssen sie noch herangeführt werden. Diese drei Hundeseelen haben es mehr als verdient, dass sie nun endlich erfahren, was Liebe, Fürsorge und Zuneigung bedeuten. 

Zwei Kühe für Reichelsheim - Abby und Emily

Kurz vor Weihnachten beschlagnahmte ein Veterinäramt in Mittelhessen 26 Kühe. Sie sollten alle geschlachtet werden.
Die Initiative Lebenstiere e. V. startete eine große Rettungsaktion für alle Kühe – mit Erfolg.
Auch das Tierheim Elisabethenhof beteiligte sich und übernahm zwei Kühe. Abby und Emily sind am 11. Januar 2026 mit drei weiteren Kühen auf einen Hof in Schlitz gezogen und gewöhnen sich dort nun ein.
Die beiden Kühe suchen jetzt Paten. Wer helfen möchte, kann sich gerne an das Tierheim Elisabethenhof wenden.

Trauriger Jahresbeginn in Ering

Weihnachtskatze Sternchen, eine etwa 18 bis 20 Jahre alte Fundkatze, wurde am Heiligabend vom Tierschutzhof Ering aus einer Tierklinik abgeholt – in der Hoffnung, der alten und sehr kranken Katze noch etwas Zeit zu schenken. Zeit in einem warmen Zimmer mit gutem Futter, umsorgt und geliebt.
Leider waren ihr nur noch neun Tage vergönnt.
Den Jahreswechsel hat Sternchen noch miterlebt, friedlich und beschützt auf einer warmen Decke. Mit der wenigen Kraft, die ihr noch geblieben war, maunzte sie ganz leise, als wollte sie sich dafür bedanken, dass sie nicht mehr draußen leben und frieren musste. Sie legte ihr Köpfchen in eine Hand, ließ sich sanft streicheln und wärmen. Zugedeckt und geborgen lag sie einfach da und genoss die letzten liebevollen Berührungen – bis schließlich der Moment kam, für immer zu gehen.

Ein seltener Gast in der Wildvogelpflegestation Kirchwald

Ein Vogel, der telefonisch als Star angekündigt worden war, outete sich bei seiner Ankunft als Tüpfelsumpfhuhn - eine überraschende Premiere auf der Wildvogelpflegestation Kirchwald.
Der etwa amselgroße Vogel mit seinem dunkelbraunen, mit weißen Punkten gesprenkelten Gefieder war ausgesprochen hübsch anzusehen.
Die Katze seines Finders hatte ihn ins Haus geschleppt, weshalb er vorsorglich eine Antibiose erhielt, da Katzenspeichel immer gefährliche Keime enthält. Ein Flügel hing unnatürlich herunter, war aber nicht gebrochen. Er wurde mittels eines Verbandes ruhiggestellt, bis das Tüpfelsumpfhuhn ihn nach einer Woche wieder normal bewegen konnte. Glücklicherweise wies der Vogel keine weiteren Verletzungen auf.
Da Tüpfelsumpfhühner in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen, war es für das Team der Wildvogel-Pflegestation eine besondere Freude, diesem seltenen Vogel helfen zu können und ihn nahe seinem Fundort in einem sumpfigen Gelände an der Mosel wieder freizulassen.

"Hallo Tierheim" - das Tierheim Bergheim bekommt eine eigene Doku-Serie!

Besucht man in diesen Tagen unser Tierheim Bergheim, kann es passieren, dass man plötzlich vor einer Kamera steht. Grund dafür sind Dreharbeiten für die Serie "Hallo Tierheim“.
Nach Koblenz und Duisburg portraitiert der WDR nun den tierischen Alltag in unserem 2015 übernommenen bmt-Tierheim im Rhein-Erft-Kreis, was uns sehr freut!
Wer dem Tierheim in den Sozialen Medien folgt, weiß, dass es dort nie langweilig wird. Die Ausstrahlung ist für den Spätsommer geplant und wir sind jetzt schon super gespannt!

Wann hat die Politik endlich ein Einsehen?

Jedes Jahr pünktlich vor Silvester wird das Thema "Feuerwerk" auf Plattformen und in vielen Vereinen wieder aktuell. Dass dabei nicht nur Haustiere, sondern auch Wildtiere und Zootiere Höllenqualen leiden, ist unbestritten.
Auch in Hamburg war beim Jahreswechsel 2025/26 wieder die ganze Stadt im Ausnahmezustand. Froh waren diejenigen, die ihren Jahreswechsel dort verbringen konnten, wo kein Feuerwerk gezündet werden durfte. Nur ist dies leider nicht allen möglich.
Ein komplettes Verbot von privatem Feuerwerk scheint trotz großer Petitionen mit Millionen Unterschriften in weiter Ferne, denn dem einzelnen Bürger ist sein "Spaß" und die Freiheit, das zu tun, was ihm beliebt, scheinbar sehr wichtig. Ob es ein möglicher Schritt wäre, mit Schutzgebieten zu beginnen - und zwar bundesweit – sollten Tierschutzvereine nun mit vereinten Kräften prüfen. Es muss großräumige Verbotszonen um Tierheime, Zoos, Wildtierzentren und Naturschutzgebiete geben, die von Polizei und Ordnungsämtern durchgesetzt werden.
Langfristiges Ziel bleibt ein komplettes Verbot. zum Schutz aller Tiere.

 

Ein neuer Raum für Kleintiere

Kaninchen, Vögel und andere Kleintiere werden immer wieder als Fundtiere ins Tierheim Arche Noah gebracht.
Bisher waren die Tiere vor allem in handelsüblichen Käfigen im Kleintierraum untergebracht. In den letzten Wochen haben die Mitarbeiter des Tierheims und ehrenamtliche Helfer einen neuen Raum für Kleintiere eingerichtet. Es sind große Käfige für Kaninchen und Meerschweinchen sowie eine große Voliere für Vögel wie Wellensittiche und Kanarienvögel entstanden. Die Tiere können nun noch artgerechter untergebracht werden, bis sie ein neues Zuhause finden.
Die Mitarbeiter des Tierheims bedanken sich besonders bei dem ehrenamtlichen Helfer Bernd, der viel Zeit und Energie in den Umbau des Kleintierraums investiert hat. Der Umbau wurde durch Spenden verschiedener Firmen finanziert – auch hierfür bedankt sich das Team der Arche Noah herzlich. 

Ein Esel gehört nicht auf die Theaterbühne

Beim Theaterstück "Proprietà Privata: Die Influencer Gottes kommen" der Berliner Volksbühne mit Sophie Rois muss mal wieder ein lebender Esel im Namen der Kultur die Theaterbühne betreten.
Mehrere Tierschutzvereine, darunter die Berliner Geschäftsstelle des bmt e.V., haben sich daher an die Volksbühne gewandt und fordern, dass der Esel am 2. und 18. Januar 2026 nicht auftreten muss.
"Dass diese Nutzung des Esels enormen Stress für das Tier bedeutet, der ein sogenannter stiller Leider ist, ist Ihnen sicherlich bekannt. Wir halten es für unethisch und tierschutzwidrig, sich Tieren als Requisiten zu bedienen, als seien sie Gegenstände, die nicht fühlen." "Wir bitten Sie, reflektiert und ehrlich darüber nachzudenken, ob der Einsatz echter Tiere in der heutigen Zeit noch in Ordnung ist oder ob sich der Mensch hier nicht über das Tier stellt und dessen Bedürfnisse und Wesen im Namen der „Kunst“ schlichtweg ignoriert. Kunst, die auf dem Rücken anderer ausgeübt wird."
Und so berichtet auch die taz: "Dann gibt es doch noch etwas Tierquälerei light, als ein echter Esel in den Bühnenstall geführt wird. Sophie Rois und das Ensemble beten das „Hippietier“ an, raunen etwas von „Salami“ und hoffen auf die Erlösung."
Quelle: taz-online, 09.12.2025
Falls Sie eines unserer Tierheime besuchen möchten, rufen Sie bitte dort vorher an und erkundigen sich nach den derzeitigen Öffnungszeiten.

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