Freud und Leid liegen auch im Tierheimalltag oft beieinander. Wenn es gelingt, Tieren in Not zu helfen und das Tierheim die Startrampe für ein neues und glückliches Leben ist, dann sind alle Beteiligten glücklich.
Doch leider gibt es auch immer wieder Schützlinge, die kein Zuhause finden und für Jahre bleiben müssen, weil sie zu alt, zu groß, zu krank oder einen zu komplizierten Charakter haben.
Mischlingshündin Elsy (*2015-2026) war eine liebenswerte Wuchtbrumme, eine grande dame mit Charakter, die genau wusste, was sie wollte – und vor allen Dingen, was nicht.
Sie kam 2023 im Alter von 8 Jahren aus Rumänien in die
Wau-Mau-Insel, Kassel. Bei der Vergabe ihrer Sympathien war sie sowohl bei Menschen als auch bei Artgenossen sehr wählerisch. Fressen war eine ihrer großen Leidenschaften, und bei den Gassirunden bestimmte sie, wo man langging und wie lange der Spaziergang dauerte. Elsy konnte aber auch ein richtiger Clown sein, sehr lustig und verspielt.
Seit Langem wurde Elsy von Arthrose und Spondylose geplagt. Aufgrund ihrer Niereninsuffizienz bekam sie Spezialfutter. Ihre Werte wurden regelmäßig kontrolliert. Doch beim letzten Blutbild Mitte Mai waren plötzlich auch die Leberwerte bedenklich, sodass sie zusätzlich einen Leberschutz verordnet bekam. Anfang Juni wollte Elsy eines Morgens plötzlich nicht mehr aufstehen und zeigte deutlich, dass sie mit ihren Kräften am Ende war. Der Tierarzt diagnostizierte ein multiples Organversagen und einen Herzbeutelerguss. Die einzige Hilfe, die man Elsy noch leisten konnte, war, sie sanft gehen zu lassen.
Mach’s gut, Elsy. Das Tierheim war dein Zuhause, und die Mitarbeiter und Gassigeher wurden deine Familie.