Newsletter Juni 2026

Lucky - der Name ist leider nicht Programm

Manchmal ahnt man bereits bei der Abgabe eines Tieres, dass es länger dauern könnte, bis ein neues Zuhause gefunden wird. So war es auch bei Lucky aus dem Tierheim Bergheim. Der 13-jährige Rüde wurde wegen Umzug und Überforderung abgegeben. Er bekommt Herz- und Schilddrüsentabletten, doch gesundheitliche Einschränkungen halten Menschen in der Regel nicht davon ab, ein Tier zu adoptieren. Es ist sein Charakter, der eine Vermittlung erschweren wird. Lucky ist sehr scheu und lässt sich bisher überhaupt nicht anfassen. Im Tierheim trägt er derzeit noch eine Hausleine, mit der er sich gut händeln lässt. Er ist zwar fröhlich, gerade wenn Hündinnen in der Nähe sind, lässt aber bisher keinen direkten Körperkontakt zu. Um Luckys Aufenthalt im Tierheim finanziell zu unterstützen, würden sich die Bergheimer Kollegen sehr über eine Patentante oder einen Patenonkel für den hübschen Rüden freuen. Alle Informationen zu Patenschaften finden Sie hier.

Abschied für immer

Freud und Leid liegen auch im Tierheimalltag oft beieinander. Wenn es gelingt, Tieren in Not zu helfen und das Tierheim die Startrampe für ein neues und glückliches Leben ist, dann sind alle Beteiligten glücklich.
Doch leider gibt es auch immer wieder Schützlinge, die kein Zuhause finden und für Jahre bleiben müssen, weil sie zu alt, zu groß, zu krank oder einen zu komplizierten Charakter haben.
Mischlingshündin Elsy (*2015-2026) war eine liebenswerte Wuchtbrumme, eine grande dame mit Charakter, die genau wusste, was sie wollte – und vor allen Dingen, was nicht.
Sie kam 2023 im Alter von 8 Jahren aus Rumänien in die Wau-Mau-Insel, Kassel. Bei der Vergabe ihrer Sympathien war sie sowohl bei Menschen als auch bei Artgenossen sehr wählerisch. Fressen war eine ihrer großen Leidenschaften, und bei den Gassirunden bestimmte sie, wo man langging und wie lange der Spaziergang dauerte. Elsy konnte aber auch ein richtiger Clown sein, sehr lustig und verspielt.
Seit Langem wurde Elsy von Arthrose und Spondylose geplagt. Aufgrund ihrer Niereninsuffizienz bekam sie Spezialfutter. Ihre Werte wurden regelmäßig kontrolliert. Doch beim letzten Blutbild Mitte Mai waren plötzlich auch die Leberwerte bedenklich, sodass sie zusätzlich einen Leberschutz verordnet bekam. Anfang Juni wollte Elsy eines Morgens plötzlich nicht mehr aufstehen und zeigte deutlich, dass sie mit ihren Kräften am Ende war. Der Tierarzt diagnostizierte ein multiples Organversagen und einen Herzbeutelerguss. Die einzige Hilfe, die man Elsy noch leisten konnte, war, sie sanft gehen zu lassen.
Mach’s gut, Elsy. Das Tierheim war dein Zuhause, und die Mitarbeiter und Gassigeher wurden deine Familie. 
 

Tiervermittlung auf Zarella-Art

Wie Sie vielleicht wissen, haben Jana Ina und Giovanni Zarella vor einigen Jahren die Hündin Cici aus unserem Tierheim in Köln-Dellbrück adoptiert.
Seitdem sind die beiden mit den Kölner Kollegen sehr verbunden. Nun hatten Jana Ina und Giovannis Bruder Stefano eine geniale Idee: Sie drehten für ihre Instagram-Kanäle witzige Vermittlungsvideos für drei Bewohner des Tierheims.
Die Clips gingen auf Instagram viral und der erste Kandidat, Mischlingshund Janosch, hat bereits ein Zuhause gefunden! 

Glück auf acht Pfoten

Manchmal fügt sich einfach alles zusammen. So auch bei Eric und Kathy aus dem Tierheim Pfullingen, die gemeinsam ihr großes Glück gefunden haben.
Das tierliebe Paar hatte über viele Jahre hinweg stets mehrere Hunde, musste sich jedoch vor etwa einem Jahr von seinem letzten Vierbeiner verabschieden. Nun fühlten sich die beiden bereit, wieder einem Hund ein Zuhause zu schenken. Ihr Interesse galt zunächst Kathy, einer freundlichen zweijährigen Hündin. Als sie das Tierheim besuchten, fragten sie jedoch, ob es vielleicht noch einen zweiten Hund gäbe, der zu ihr passen würde. Wichtig war ihnen, dass dieser sowohl mit Menschen als auch mit anderen Hunden und Katzen verträglich ist. Da kam nur Eric infrage. Der vierjährige Rüde wartet trotz seines tollen Wesens bereits seit dreieinhalb Jahren im Tierheim auf ein Zuhause. Seine beidseitige schwere Hüftdysplasie und sein Erscheinungsbild als großer schwarzer Hund hatten bislang verhindert, dass sich die richtigen Menschen für ihn fanden.
Umso größer war die Freude, als das Paar beschloss, beiden Hunden ein Zuhause zu schenken. Inzwischen sieht alles danach aus, als seien Eric und Kathy endgültig angekommen. Die beiden verstehen sich hervorragend, mögen ihre neuen Menschen sehr und bereiten ihnen jeden Tag viel Freude.
Eine Happy-End-Geschichte, wie sie schöner kaum sein könnte.

"Das Beste für Berlin"

- so lautet der Koalitionsvertrag von CDU und SPD für die Hauptstadt aus dem Jahr 2023.
Bezüglich Tierschutz müsste er jedoch „Das Schlechteste für Berlin“ heißen. Seit dem Regierungsantritt wurde seitens des schwarz-roten Senats alles rückgängig gemacht, was in den Jahren zuvor in mühevoller Kleinstarbeit erreicht wurde. Im Koalitionsvertrag heißt es u. a., dass es „verbesserte Möglichkeiten zum Schutz vor illegalem Welpen-, Pelz- und Tierhandel“ geben soll. – passiert ist jedoch nichts. Als wäre das nicht schon traurig genug, lehnen die Regierungsparteien nun auch noch einen sehr guten Vorschlag der Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus ab. In Berlin muss jeder Hund ins „Berliner Hunderegister“ eingetragen werden. Vorgeschlagen wurde, dass ein Herkunftsnachweis dort nun verpflichtend ist, um den illegalen Welpenhandel zu bekämpfen. Die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Regierungsfraktion, Tamara Lüdke, kommentiert dies mit den Worten: „Bürokratie, die bellt, aber nicht beißt“. Die Berliner Geschäftsstelle sieht das jedoch ganz anders.
Einfach nur noch traurig. Am 20.09.2026 wird in Berlin ein neues Parlament gewählt. Die Hauptstadt hat solch einen tierschutzfeindlichen schwarz-roten Senat nicht verdient.

Immer wieder ausgesetzte Chihuahuas

Seit einiger Zeit werden in Bremen und Umgebung immer wieder Chihuahuas ausgesetzt. Meistens werden die Tiere zu zweit oder mit noch mehr Artgenossen aufgefunden. Von Langhaar über Kurzhaar, von trächtig bis krank ist alles dabei.
Nun sind wieder drei Chihuahuas im Tierheim Arche Noah angekommen, darunter eine hochträchtige Hündin. Das Team versorgt die drei Hunde. Zum Glück sind alle drei in einem relativ guten Zustand.
Bereits im vergangenen Jahr waren sechs Chihuahua-Welpen im Tierheim zu Gast. Sie waren krank und brauchten eine ganze Weile, um wieder fit zu werden. Das Team der Arche Noah sucht nach Hinweisen, denn in den letzten Monaten wurden über 20 Chihuahuas in der Gegend ausgesetzt.
Haben Sie etwas beobachtet? Dann melden Sie sich. 

Die 6. Rallye war ein voller Erfolg!

Am 7. Juni fand rund um das Gelände des Tierhafens die 6. Grappamaus@Tierhafen-Hunderallye statt. Unter der Federführung von Hundetrainerin Inka Burow (Grappamaus & friends) stellten sich 26 Hund-Mensch-Teams
insgesamt sieben Aufgaben entlang der Strecke. Gefragt waren nicht nur Kreativität, Wissen, Beweglichkeit und Koordinationsvermögen, sondern vor allem Spaß und positive Energie mit dem eigenen Hund. Ob Rasseraten, Bällchen jonglieren, Leckerliesuche oder die Formulierung eines Limericks – alle kamen auf ihre Kosten, konnten ihre persönlichen Stärken einbringen und neue Seiten an ihren Vierbeinern entdecken.
Für die mit Preisen gefüllten Tüten sorgten namhafte Unterstützer, und einige Ehrenamtliche sicherten die Verköstigung, nachdem sie selbst mit einigen Tierheimschützlingen an den Start gegangen waren und ordentlich Punkte abgesahnt hatten.
Das Orga-Team freut sich über den gelungenen Nachmittag und die glücklichen Mannschaften!

Wenn die Katze zu teuer wird ...

Tagelang konnte Kater Cosmo keinen Urin absetzen. Die Schmerzen müssen unerträglich gewesen sein. Anstatt die notwendige Behandlung zu finanzieren, entschied sich sein Halter, die Kosten nicht zu übernehmen und Cosmo dem Tierheim Elisabethenhof zu überschreiben.
Seit mittlerweile zwei Wochen kämpft der tapfere Kater in der Tierklinik um seine Gesundheit. Die Diagnose lautet: Oxalatsteine. Aufgrund des Harnverschlusses musste er katheterisiert werden, zudem war Blut im Urin. Eine lebensbedrohliche und äußerst schmerzhafte Situation, die ohne Behandlung schlimme Folgen gehabt hätte.
Zum Glück zeigt Cosmo inzwischen erste Fortschritte. Sein Zustand stabilisiert sich langsam, und bald darf er die Tierklinik verlassen und ins Tierheim umziehen. Ganz überstanden ist die Geschichte jedoch nicht. Cosmo wird lebenslang Spezialfutter und regelmäßige tierärztliche Kontrollen benötigen. Trotzdem stehen die Chancen gut, dass er wieder ein glückliches Katzenleben führen kann.
Nach allem, was dieser liebe Kater durchmachen musste, hat er vor allem eines verdient: Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihn nicht im Stich lassen und ihm ein Zuhause schenken, in dem er geliebt und umsorgt wird. 

Zuhause verloren

Die dreijährige Hündin Perla und die achtjährige Hündin Cosima haben im Mai ihr Zuhause verloren. Die beiden Hündinnen verbindet eine große Freundschaft. Gemeinsam haben sie mit vier weiteren Hunden zusammengelebt, bis ihr Frauchen an Krebs verstarb. Cosima und Perla teilen sich fast immer ein Körbchen und schlafen eng aneinander gekuschelt.
Sie zu trennen, ist unmöglich.
Nun heißt es also, ein Zuhause zu finden, in dem beide zusammenbleiben können. Eine Nadel im Heuhaufen? Wahrscheinlich ... Aber der Versuch sollte gemacht werden. Perla ist anfangs ein wenig schüchtern und braucht Zeit, um aufzutauen. Dann genießt sie aber den Kontakt zu lieben Menschen. Sie ist aktiv, geht gern spazieren, flitzt durch den Auslauf oder chilled mit ihrer Freundin Cosima in ihrem Bettchen. Cosima ist etwas aufgeschlossener. Auch sie ist nach kurzem Kennenlernen sehr kuschelig und lieb. Mit Artgenossen sind sie gut verträglich. Sie sollten nicht zwingend viele Treppen laufen müssen und würden ein Zuhause in ruhigen Stadtteilen oder in ländlicher Umgebung sehr genießen.
Wer Perla und Cosima zusammen ein Zuhause schenken möchte, kann sich gern im Franziskus-Tierheim in Hamburg melden.

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