Traurig, aber wahr: Das Töten von Hunden ist in Rumänien ein sehr lukratives Geschäft.
Ein aktueller Skandal um das private Tierheim „Arca lui Noe“ (Arche Noah) in Suraia zeigt dies auf unfassbare Weise. Betreiber ist der Tierarzt Dr. vet. Daniel Lazâr mit seiner Firma SC Vetmedan Srl. In der Einrichtung wurden Hunde über Jahre hinweg nicht nur brutal misshandelt, sondern auch bestialisch getötet. In den letzten zwei Jahren hat man über 16.000 Hunde aufgenommen, 12.000 wurden eingeschläfert und über 2.000 sollen an Krankheiten gestorben sein. Die Sterblichkeitsrate liegt somit bei 91 Prozent! Ebenso skandalös ist es, dass dieses Vernichtungslager durch öffentliche Steuer- und EU-Gelder finanziert wurde.
Nach der Veröffentlichung verstörender Videoaufnahmen wurde das legale (!) Shelter behördlich vorübergehend geschlossen, weitere Euthanasien untersagt und ein Strafverfahren gegen Lazâr eingeleitet. Neben vielen Tierschutzorganisationen und Privatleuten aus ganz Rumänien waren auch unsere Tierschutzkollegen von
AMP in Suraia vor Ort, um zu helfen. Trotz der geringen Platzkapazitäten (derzeit sind dort 450 Hunde) haben sie zehn Hunde mit nach Brasov genommen. Insgesamt konnten alle der verbliebenen 205 Hunde durch helfende Vereine untergebracht werden, sodass die Hundehölle geschlossen werden konnte.
Die Tiere sind stark unterernährt und benötigen dringend medizinische Versorgung. Leider ist ein Hund bereits über die Regenbogenbrücke gegangen, da die Hilfe für seinen geschundenen Körper zu spät kam. Um unsere Kollegen in Brasov zu entlasten, haben wir als bmt sofort einen Transport organisiert: Noch in dieser Woche werden 22 Hunde und 13 Katzen nach Deutschland geholt. Zehn Hunde werden in unser
Tierheim in Bergheim gebracht und finden in dem dortigen neuen, modernen Hundehaus ein Zuhause auf Zeit.