Newsletter Februar 2026

Wer schenkt Daisy ein neues Zuhause?

Falls Sie das Tierheim Köln Dellbrück in den Sozialen Medien verfolgen, haben Sie bestimmt schon von Hündin Daisy gehört. Im Dezember wurde sie als Häufchen Elend abgegeben: Aufgrund eines unbehandelten Kreuzbandrisses hatte sie große Schmerzen und war zudem extrem übergewichtig. Sie war sehr unglücklich.
Mittlerweile wurde sie operiert, bekommt Physiotherapie und mit jedem Tag wird sie fröhlicher und energiegeladener.
Was ihr nun zum Glück noch fehlt ist ein neues Zuhause. Abgesehen von ihrer etwas blöden Eigenschaft, keine Hunde zu mögen, ist sie einfach nur fantastisch. Sie hört gut, kann Sitz, Platz und Pfote geben. Sie ist eine exzellente Zuhörerin, ein großes Kuscheltier und eine absolut treue Seele. Es dauert manchmal eine Weile, bis sie Vertrauen fasst, aber wen sie einmal in ihr großes Herz geschlossen hat, hat eine Freundin fürs Leben.
Aufgrund ihrer Größe (sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste) wünschen wir uns für sie ein ebenerdiges Zuhause. Ein Haus mit Garten wäre ein absoluter Traum! Daisy hat Kraft, und mit der Genesung ihres Beins steigt auch ihr Bewegungsdrang stetig. Man merkt, dass sie rennen und spielen möchte – was sie auch bald wieder kann! Daisy braucht Menschen, auf die sie sich verlassen kann – und dieses Mal für immer! Mit ihren weißen Schnurrhaaren sieht sie außerdem aus wie ein kleiner Seehund.

Auf dem Weg der Besserung

Notknopf Rico, welcher im September aus einer Fortnahme in den Tierhafen kam, ist sehr bemüht um die Besserung seines Gesundheitszustands. Sein klapperdürres Startgewicht von rund 30 Kilogramm ist mittlerweile einer stolzen 42 gewichen. Mit diesem Gewicht schiebt sich der Schäferhund durch das Weserbergland. Mehrere Bäder pro Woche, regelmäßige Spritzen und Spot-ons tragen zur Verbesserung seines Hautbildes bei. Dieses war durch einen hochgradigen Räudemilbenbefall sowie mehrere Allergien stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Test ergab, dass der bald Sechsjährige auf mehrere tierische Proteinquellen reagiert.
Deshalb wurde er auf Trockenfutter auf Insektenproteinbasis von Green Petfood umgestellt. Dieses steht auf seiner Wunschliste auf Platz zwei, weshalb Sachspenden dieser Art sehr dankbar angenommen werden. Unangefochten auf Platz eins ist für den wachsamen Rico jedoch noch immer der Wunsch nach einem dauerhaften Zuhause!

17 ausgesetzte Kaninchen

Im Tierheim Arche Noah wurden 17 ausgesetzte Kaninchen aufgenommen.
Als auf den stillgelegten Gleisen des Bahnhofs in Weyhe Kaninchen gesichtet worden waren, wurde zunächst die Polizei gerufen, die dann die Brinkumer Kollegen um Mithilfe baten. Als das Team vor Ort ankam, hatten die Polizei und eine Familie, die die Tiere entdeckt hatte, bereits viele der Kaninchen einfangen können. Insgesamt konnten 15 Tiere an diesem Tag gesichert werden. Zwei weitere Tiere wurden erst ein paar Tage später entdeckt und haben es geschafft, im Schnee zu überleben.
Vermutlich wurden die Tiere in einem Rollkoffer zum Bahnhof gebracht und dort ausgesetzt. Bei den Kaninchen handelt es sich um eine Gruppe unterschiedlichen Alters und beider Geschlechter. Ihr Allgemeinzustand war überwiegend schlecht. Sie waren stark verfilzt, und die stark verschmutzten Pfoten zeigten, dass die Kaninchen längere Zeit in Kot und Urin gesessen hatten. Aufgrund des erheblichen Stresses und der nassen Kälte waren mehrere Tiere unterkühlt und stark geschwächt. Durch gutes Futter, eine warme, trockene Unterbringung und tierärztliche Versorgung geht es ihnen mittlerweile deutlich besser.
Einige der Kaninchen haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Bei den weiblichen Kaninchen steht noch die Frage im Raum, ob sie tragend sind. Dies wird sich in Kürze auf natürliche Weise zeigen.

In Ering sorgt man sich um Frieda

Frieda wurde in einer typischen und häufigen Situation zu uns gebracht: Frauchen ist 89 Jahre alt, hat Krebs und ist inzwischen leider verstorben.
Frieda kann nicht in der Familie aufgenommen werden. Die hübsche Katzendame mit der markanten Gesichtszeichnung hat bisher ein sehr beschauliches und faules Katzenleben geführt und ist stark übergewichtig. Sie braucht Diätfutter, um ganz vorsichtig und langsam abzunehmen.
Von einem Tag auf den anderen wurde für Frieda alles anders: Ihr Frauchen ist weg, ihre gewohnte Umgebung und die Gerüche sind nicht mehr da! Ein Katzenleben wird binnen kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Und das Tier hat keine andere Möglichkeit: Es ist gezwungen, alles hinzunehmen. Es bleibt ihm keine andere Wahl.
Obwohl ihre neue Bleibe am Tierschutzhof Ering mit dicken Bettchen und warmen Decken – wie früher zu Hause – ausgestattet ist, versteht Frieda die Welt nicht mehr. Wen wundert es, dass sie alles andere als kooperativ ist? Sie grummelt, knurrt und faucht alles und jeden an, der in ihr Zimmer kommt.
Frieda braucht jetzt Zeit und Hilfe, um sich im neuen Zuhause zurechtzufinden und abzunehmen – und das Tierpfleger-Team braucht viel Geduld und Liebe, damit Frieda Ruhe und Frieden findet. Frieda würde sich sehr über Paten freuen. 

Kurzfilm über die Tiertafel in der Wau-Mau-Insel

Victoria Rosemann, Romina Schefski und Marius Matthies sind Studierende an der Universität Kassel und sind kürzlich an das Tierheim Wau-Mau-Insel herangetreten, um das Tierheim im Rahmen des Seminarprojektes "Projekt Zukunft-Gemeinsam für die SDG's" im Fachbereich Arbeitslehre zu unterstützen.
Gemeinsam mit dem Tierheimleiter Karsten Plücker entstand die Idee, einen Informationsfilm über die „Tiertafel in der Wau-Mau-Insel“ zu erstellen. Ziel des Projekts war es, eine gemeinnützige Organisation langfristig zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele „Keine Armut”, „Gesundheit und Wohlergehen” sowie „Weniger Ungleichheit” zu leisten.
Ein tolles Projekt und ein informativer Kurzfilm!

Toller Einstieg in die Seminare

Kürzlich fand im Elisabethenhof eine ganz besondere Veranstaltung statt: ein Social Walk mit Virginie Jolivet von Twistodog.
Trotz eisiger Temperaturen trafen sich zehn Hundehalter mit ihren Vierbeinern - bestens gelaunt und motiviert. Nach einem kurzen gemeinsamen Warm-up folgten einige Übungen, bevor es auf einen gemeinsamen Spaziergang ging. Unterwegs warteten zahlreiche Alltagsreize und Ablenkungen, die von allen Hunden souverän gemeistert wurden. Am Ende des Walks machten sich zufriedene Hunde und glückliche Halterinnen und Halter auf den Heimweg.
Das Tierheim Elisabethenhof bietet das ganze Jahr über spannende Vorträge und Seminare rund um die Themen Hund, Training und Zusammenleben an. Ein Blick auf die Homepage lohnt sich.

Royaler Besuch auf der Wildvogelpflegestation Kirchwald!

Auf einem Supermarktparkplatz fiel einer aufmerksamen Frau ein Vogel auf, der regungslos am Boden hockte. Eine solche Vogelart hatte sie noch nie gesehen. Sichtbare Verletzungen waren nicht erkennbar, aber der Vogel konnte nicht stabil sitzen, schwankte und kniff ein Auge zu. Offenbar hatte er einen unsanften Zusammenstoß mit der großen Glasscheibe des Supermarkts erlebt.
Sie fuhr den kleinen Pechvogel in die 30 Kilometer entfernte Wildvogelpflegestation nach Kirchwald, wo er als Wachtelkönig identifiziert wurde. Trotz seines Namens ist er mit der Wachtel nicht verwandt, sieht ihr jedoch ähnlich. Einen solch seltenen Gast hatte die Wildvogelpflegestation noch nie beherbergt.
Die Diagnose lautete Schädelhirntrauma. Von diesem erholte sich der kleine Patient bald, und auch sein Auge öffnete er nach wenigen Tagen wieder vollständig. Wie er auf den städtischen Parkplatz gelangt war, blieb rätselhaft, denn diese Vogelart lebt gerne in ruhigen, deckungsreichen Wiesen, ist sehr scheu und wird nur selten gesehen. Weit weg vom Trubel der Stadt durfte der seltene Vogel in ein neues, deutlich ruhigeres Königreich umziehen – eine Umgebung, die einem Wachtelkönig würdig ist.

Bürohund Brösel als Podcaster

Die Berliner Geschäftsstelle des bmt e.V. sammelt seit Jahren Tierfutter und -bedarf für unterschiedlichste Berliner Projekte und für das Tierheim Charkiw in der Ukraine, u.a. über nebenan.de.
So spendete auch die Radiomoderatorin Bianca Piotrowski, die einen Podcast mit Geschichten von Tierschutz-Hunden betreibt.
“Erzählt von Menschen, die mit ihnen leben, sie als Pflegestelle betreuen und/oder vermitteln. Welche Chancen und Herausforderungen gibt es? Was leistet der Tierschutz, wo stößt er an Grenzen?“
Bianca verschaute sich bei der Spendenabgabe sofort in den Bürohund Brösel der Berliner Geschäftsstelle, der in der Ukraine zu Beginn des Krieges gerettet wurde, und innerhalb kürzester Zeit erschien eine neue Podcastfolge über Brösel und Rolf Kohnen, dem Leiter der Berliner Geschäftsstelle.

Tierschutzskandal in Rumänien- wir helfen!

Traurig, aber wahr: Das Töten von Hunden ist in Rumänien ein sehr lukratives Geschäft.
Ein aktueller Skandal um das private Tierheim „Arca lui Noe“ (Arche Noah) in Suraia zeigt dies auf unfassbare Weise. Betreiber ist der Tierarzt Dr. vet. Daniel Lazâr mit seiner Firma SC Vetmedan Srl. In der Einrichtung wurden Hunde über Jahre hinweg nicht nur brutal misshandelt, sondern auch bestialisch getötet. In den letzten zwei Jahren hat man über 16.000 Hunde aufgenommen, 12.000 wurden eingeschläfert und über 2.000 sollen an Krankheiten gestorben sein. Die Sterblichkeitsrate liegt somit bei 91 Prozent! Ebenso skandalös ist es, dass dieses Vernichtungslager durch öffentliche Steuer- und EU-Gelder finanziert wurde.
Nach der Veröffentlichung verstörender Videoaufnahmen wurde das legale (!) Shelter behördlich vorübergehend geschlossen, weitere Euthanasien untersagt und ein Strafverfahren gegen Lazâr eingeleitet. Neben vielen Tierschutzorganisationen und Privatleuten aus ganz Rumänien waren auch unsere Tierschutzkollegen von AMP in Suraia vor Ort, um zu helfen. Trotz der geringen Platzkapazitäten (derzeit sind dort 450 Hunde) haben sie zehn Hunde mit nach Brasov genommen. Insgesamt konnten alle der verbliebenen 205 Hunde durch helfende Vereine untergebracht werden, sodass die Hundehölle geschlossen werden konnte.
Die Tiere sind stark unterernährt und benötigen dringend medizinische Versorgung. Leider ist ein Hund bereits über die Regenbogenbrücke gegangen, da die Hilfe für seinen geschundenen Körper zu spät kam. Um unsere Kollegen in Brasov zu entlasten, haben wir als bmt sofort einen Transport organisiert: Noch in dieser Woche werden 22 Hunde und 13 Katzen nach Deutschland geholt. Zehn Hunde werden in unser Tierheim in Bergheim gebracht und finden in dem dortigen neuen, modernen Hundehaus ein Zuhause auf Zeit.

Vierbeiniger Teenager sucht neuen Wirkungskreis

Mit gerade einmal einem Jahr ist Alwin aus dem Franziskus-Tierheim Hamburg ein typisch frecher Teenager. Er hat noch viel zu lernen und zu erleben. Auch das Hunde-Einmaleins sowie Geduld und Ruhe stehen noch auf seinem Stundenplan. Mit Artgenossen ist er bestens verträglich und flitzt gerne lange mit ihnen durch den Auslauf. Alwin ist neugierig, sehr aufgeweckt und für jedes Abenteuer zu haben. Er teilt seine Zeit gerne mit aktiven Menschen und genießt die täglichen Spaziergänge in der Natur ausgiebig. Generell liebt Alwin Menschen und die damit verbundene Zuwendung. Bei zu großer Langeweile kann er allerdings auch distanzlos und stürmisch die Führungskompetenz seines Gegenübers abfragen.
Der hübsche Rüde braucht souveräne und gradlinige Menschen, die ihm Grenzen aufzeigen, ihn aber auch fordern und fördern. Dann kann dieser Frechdachs ein toller Kumpel auf Lebenszeit werden. Kleine Kinder sollten nicht im Haushalt leben, denn er probiert sich gerade noch zu sehr aus.

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