Kim aus dem Tierheim Wau-Mau-Insel in Kassel

Kim (*2017) ist eine charakterstarke und eigenwillige Hundepersönlichkeit und kein Hund für Jedermann bzw. Jedefrau. Sie ist sehr wählerisch bei der Vergabe ihrer Sympathien – egal, ob Menschen oder Artgenossen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum sie immer noch im Tierheim Wau-Mau-Insel wohnt. Sie hat letzten Dezember sogar schon ihre zweijährige Betriebszugehörigkeit gefeiert. Was für andere ein Grund zum Feiern ist, ist für uns bzw. Kim eher ein Grund, eher ein trauriges Jubiläum. Und das wollen wir gerne ändern.

Die zauberhafte Wuchtbrumme auf krummen Dackelbeinen ist in der Rubrik ‚Klein und sehr kompakt‘ einzuordnen, denn sie bringt mit 38 cm knapp 18 Kilo Kampfgewicht auf die Waage. Obwohl sie schwere Knochen hat und auch ein kleines Muskelpaket ist, ist das Gewicht natürlich viel zu viel. Das weiß Kim auch. Zum einen ist dies Kummerspeck und zum anderen geht sie im Tierheim zwar spazieren und flitzt im Auslauf umher, aber um dauerhaft und gesund abzunehmen, müsste sie sich mehr und regelmäßiger bewegen.

Ursprünglich kommt Kim aus dem kleinen Tierheim in Kiskunhalas, Ungarn. Dort wurde sie sichergestellt, da ihr Besitzer psychisch krank ist und sich nicht artgerecht um Kim kümmern konnte. Wenn in Deutschland Tiere sichergestellt werden, ist es häufig fünf vor zwölf. Aber wenn in ihrer Heimat Ungarn die Behörden einschreiten, dann müssen die Haltungsbedingungen schon ganz schlimm sein. Kim hat also schon ein großes Päckchen Vergangenheit zu tragen.

Sie ist eine liebenswerte und freundliche Hündin, die bei ihren Lieblingsmenschen sehr anhänglich und verschmust sein kann. Sie weiß aber auch, was sie möchte – und was nicht. Zum Beispiel lässt sie sich nicht von fremden Menschen anfassen. oder gar ein Geschirr anziehen. Und wenn Madame keine Lust hat, mit dem ihr zugeteilten Gassigeher eine Runde spazieren zu gehen, dann kann sie es mit jedem Esel aufnehmen und tritt auf die imaginäre Bremse. Kim kann auch zur Ulknudel werden und richtig albern sein. Wenn sie mit ihren Tierpflegern im Auslauf im Gras sitzt und sich durchknuddeln lässt, dann macht sie vor lauter Begeisterung Rolle vorwärts oder rückwärts. Oder wird zum Kugelblitz, der durch den Auslauf fegt, um sich zwei Sekunden später wieder an einen zu kuscheln.

Kim ist halt ein richtiger Charakterkopf und ein Sturkopf noch dazu. Aber das macht auch ihren Charme und ihr liebenswertes Wesen aus. Kim braucht halt ein bisschen Zeit, bis das Eis gebrochen ist und fremdelt anfangs etwas. Aber hat sie jemanden einmal in ihr großes Panzerdackelherz geschlossen, hat man allerdings eine Freundin fürs Leben gefunden. Aufgrund ihrer etwas unförmigen Figur und kurzen, krummen Beinchen sollte ihr zukünftiges Zuhause möglichst ebenerdig sein.

Kasseler Wau-Mau-Insel
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