Newsletter Oktober 2020

Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde,

mit den Geschichten, die wir täglich in unseren Tierheimen und Geschäftsstellen erleben, könnten wir ganze Bücher füllen.
Im Mittelpunkt aller Geschichten, ob Komödie oder Tragödie, stehen die Tiere, die sich in unserer Obhut befinden. In jeder Geschichte gibt es schöne und traurige Momente, Höhen und Tiefen.

Als die Bergheimer Kollegen die gelähmte Dackelhündin Bella in ihre Obhut nahmen, befand sich die liebenswerte Hundedame in einem desolaten Zustand. Die Freude ist groß, wenn wir Tieren wie Bella helfen können, sie an Lebensqualität gewinnen und im besten Fall auch noch ein liebevolles Zuhause-für-immer finden.
In unserem Newsletter lassen wir Sie an unseren Tierheim-Geschichten teilhaben.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Ihr bmt-Team

Familienzusammenführung im Tierhafen

Ein Happy End der etwas anderen Art erlebten die Mitarbeiter des Tierhafens und zwei ihrer Neuankömmlinge.
Kurz vor Feierabend klingelte im Tierheim das Telefon. Ein Kätzchen säße bitterlich weinend und mutterseelenallein in der Zufahrt eines Wohnhauses in Helmarshausen.
Es wurde unverzüglich aufgenommen und bezog das Badezimmer einer Mitarbeiterin. „Maybrit“, wie das Schildpattmädchen getauft wurde, war mit einem Pilz und Parasiten übersät, musste also eine entsprechende Behandlung und mehrere Heilbäder über sich ergehen lassen. Ihre draufgängerische Art wurde dadurch aber keineswegs gehemmt. Schnurstracks hatte sie sich in das Herz ihrer Pflegemama geturnt.
Eine Woche später tauchte ein weiteres Katzenkind in Helmarshausen auf – nur zwei Straßen von Maybrits Fundort entfernt. Schnell war klar, „Marcel“ musste ihr Bruder sein und zog zu ihr ins Badezimmer. Dort dürfen die beiden vorerst wachsen und gedeihen, bis sie alt genug sind, um gemeinsam ihr Glück in Form eines neuen Zuhauses zu suchen.

Tony - Kater mit zwei Schutzengeln

Eine Katze hat, so sagt man, sieben Leben. Ob dies stimmt, wissen wir nicht.
Wohl aber, dass Kater Tony (* ca. 2018) zwei Schutzengel hatte, als er auf einer Bundesstraße in Kassel vermutlich von einem Auto angefahren wurde und zwischen zwei Fahrbahnen liegenblieb. Zum Glück wurde er von einem UPS-Fahrer und der Filialleiterin einer Bank entdeckt und in einer gemeinsamen Aktion gerettet, denn die beiden haben kurzerhand die anderen Autos angehalten und Tony mit ziemlicher Sicherheit das Leben gerettet. Kaum war er im Tierheim angekommen, musste er auch schon zum Röntgen und dann sofort in die nächste Tierklinik gebracht werden. Dort wurde er erst einmal stabilisiert und anschließend operiert. Tony hatte eine komplizierte Beckenfraktur erlitten und ein Auge war verletzt, das bislang aber nicht entfernt werden musste. Nach 10 Tage stationärem Aufenthalt in der Tierklinik musste der tapfere Kater im Tierheim absolute Boxenruhe halten.
All das hat Tony mit unglaublicher Geduld hingenommen. Er hat wohl gespürt, dass alle ihm nur helfen möchten. Nun ist er in ein Einzel-Apartment ohne Kletterparcours umgezogen und kann gar nicht genug Streicheleinheiten bekommen. Zu seinem Glück fehlt nun noch ein richtiges Zuhause-für-immer bei fürsorglichen Menschen, die zukünftig gut auf ihn aufpassen...

Bürohunde

Auf Initiative unserer Berliner Geschäftsstelle wurde im Berliner Abgeordnetenhaus ein Antrag zum Thema „Bürohunde in landeseigenen Gebäuden“ eingebracht.
Dabei sollte erst einmal nur geprüft werden, ob Bürohunde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern grundsätzlich in landeseigene Gebäude mitgebracht werden könnten. Es ging also noch gar nicht um die Realisierung.
Im Antrag wurde auch darauf hingewiesen, dass man bei Fragen mit dem „Bundesverband Bürohunde e.V.“ Kontakt aufnehmen könne, da der Verein Profi auf dem Gebiet ist und seine Zusammenarbeit angeboten hat. Schließlich gibt es im Vorfeld viele Dinge zu beachten, z.B. Publikumsverkehr, Allergien der Kolleginnen und Kollegen usw..

Eigentlich war der Weg für die ersten Schritte des Projektes geebnet, doch dann kam dank der Politik mal wieder alles ganz anders. Der Antrag wurde in den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses überwiesen und dort ohne Aussprache von den rot/rot/grünen-Senatsfraktionen abgelehnt. Das Berliner Abgeordnetenhaus folgte darauf der Beschlussempfehlung des Hauptausschusses und lehnte den Antrag der FDP-Fraktion ‚Bürohunde in Senatsverwaltungen‘ auf seiner 64. Sitzung am 1. Oktober 2020 mehrheitlich ab - für unsere Berliner Geschäftsstelle eine völlig unbegreifliche Entscheidung, zumal es an einer geeigneten Begründung mangelt.

Hana im Glück

Die kleine Hana kam im August mit einer Gruppe von insgesamt sieben Junghunden aus Brasov, Rumänien, nach Pfullingen ins Tierheim.

Von Anfang an fühlte sie sich im Zwinger sehr unwohl und zudem konnte sie im stressigen Tierheim-Alltag kaum zur Ruhe kommen. Sie zeigte sich freundlich, aber recht unsicher und ihr fiel es schwer, Vertrauen zu fassen.
Bei Hunden wie Hana, die nicht jedermann sofort ins Herz schließen, dauert es meistens länger, bis sie „ihre“ Menschen finden – und je länger sie im Tierheim warten, desto schwieriger wird es.

Doch Hana hatte Glück: eines Samstags kam eine Interessentin, die bereits einen Hund vom bmt hat, und fragte nach Hana. Sie spürte, dass Hana es schwer haben würde, ein passendes Zuhause zu finden und wollte sie gerne deshalb gerne kennenlernen. Die Sympathie war auf beiden Seiten sofort da und so stand schnell fest, dass Hana zu ihr ziehen würde. Seitdem genießt sie ihr Hundeleben in vollen Zügen und fühlt sich endlich pudelwohl!

Schöner Wohnen für Logan

Malamute Logan ist ein Outdoor-Freak, ein richtiger Naturbursche, so wie es typisch ist für die nordischen Hunde.

Im Tierheim Arche Noah bewohnt er ein Freigehege und da seine alte Unterkunft in die Jahre gekommen war, hatte das Tierheim in den sozialen Medien einen Spendenaufruf gestartet. Ein passender Hundezwinger samt wärmeisolierter Hütte war gefunden. Unterstützung brauchten die Kollegen allerdings beim Transport und der Finanzierung.

Zur großen Freude des Tierheim-Teams meldeten sich schon bald die ersten Tierfreunde, die Logan bei der Erfüllung seines Herzenwunsches finanziell und tatkräftig zur Seite stehen wollten. Am 03. Oktober war es dann so weit und viele liebe Menschen haben zusammen mit dem Tierheim-Team Logans neue Unterkunft nicht nur abgeholt, sondern auch gemeinsam aufgebaut. Am Ende des Tages waren alle zufrieden, als Logan seine neue Unterkunft beziehen und eine Siesta in der Abendsonne auf seiner neuen Terrasse halten konnte.

Älteres Hunde-Mädchen sucht ein liebevolles Zuhause

Schäferhund-Mischlingshündin Lina wurden vor einigen Jahren vom Tierheim Hage vermittelt und kam nun leider im Alter von neun Jahren als Scheidungswaise zurück ins Tierheim. Nun ist sie erneut auf der Suche nach einem Zuhause - dieses Mal aber bitte für immer.

Lina ist eine sehr agile und auch menschenbezogene Hündin. Sie ist gut leinenführig und lässt sich unterwegs weder von Autos noch von Fahrrädern beeindrucken. Darüber hinaus beherrscht sie die wichtigsten Grundkommandos. Aus ihrer ersten Familie kennt sie das Zusammenleben mit Kindern, diese sollten allerdings schon etwas älter und standfest sein, da Lina mit ihren neun Jahren noch recht ungestüm ist.
Sie sucht einen Einzelplatz ohne andere Tiere, weil sie nicht mit allen Hunden kompatibel ist und auch keine Katzen mag. Ein Haus mit einem großen, hundesicher eingezäunten Garten wäre toll.
Bei Interesse an Lina kontaktieren Sie bitte unsere Kollegen im Tierheim Hage.

Bitte setzen Sie keine Tiere aus!

Am Montag, dem 12. Oktober, erhielt das Tierheim Elisabethenhof einen Anruf, dass auf einem Waldparkplatz in der Nähe des Tierheims zwei Katzenbabys ausgesetzt worden seien. Die beiden Kitten liefen schreiend zwischen den Autos herum und verkrochen sich dann im Motorraum eines PKWs.
Ein Tierheimmitarbeiter machte sich auf den Weg, um die beiden Kleinen zu befreien. Als er an dem einsamen Parkplatz ankam, trafen zum Glück auch die Halter des PKWs an ihrem Wagen ein, so dass die Katzenbabys aus ihrer Notlage gerettet werden konnten.
Die beiden sind sehr zutraulich, so dass man davon ausgehen kann, dass sie kein Nachwuchs einer verwilderten Hauskatze sind, die dort im Wald lebt. Jemand muss sie absichtlich dort „abgeladen“ und ihrem Schicksal überlassen haben.  
Hiermit appellieren wir an alle Tierhalter: sollten Sie unerwarteten Tier-Nachwuchs bekommen, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Tierheim. Dort wird Ihnen geholfen. Auch wenn es nicht sofort eine Lösung gibt, haben Sie ein wenig Geduld und setzen Sie bitte die Tiere nicht aus.

Bitte haben Sie Respekt vor dem Leben.

Ein Notfall der besonderen Art

Vor zwei Wochen kam Dackelhündin Bella als Sicherstellung in unser Tierheim Bergheim.
Ihr Zustand war schlimm: Abgesehen davon, dass sie hinten gelähmt ist, waren ihre Zähne in einem erschreckenden Zustand, ihr Bauch und ihr Schambereich war völlig wund.
Einen Hunderolli hatte sie nie bekommen und so blieb ihr in der Vergangenheit nichts anderes übrig, als auf den Vorderpfoten durchs Leben zu robben.

Die Pfleger tun gerade alles dafür, dass es ihr gut geht. Sie wird gebadet, betüddelt und nachmittags geht es mit den Gassigängern im Hundebuggy auf große Spazierfahrt. Das Tierheim ist natürlich kein idealer Ort für ein Tier mit so einer starken Behinderung. Zumal sie sehr anhänglich ist und am liebsten permanent bei ihrem Menschen ist.

Für Bella wird nun dringend ein Zuhause gesucht – bei Menschen, die sich mit behinderten Tieren gut auskennen. Bella ist verträglich mit anderen Hunden, kann also auch gerne Zweithund werden. Einen Hunderolli wird sie natürlich in Kürze bekommen.

Termine

Bitte beachten Sie vor Ort die Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie!
Wegen der Coronasituation haben wir alle unsere aktuellen öffentlichen Feste abgesagt.

Falls Sie eines unserer Tierheime besuchen möchten, rufen Sie bitte dort vorher an und erkundigen sich nach den derzeitigen Öffnungszeiten.

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