Newsletter Januar 2020

Liebe Tierfreunde,

das neue Jahr hat kaum begonnen, da warten schon die ersten Herausforderungen auf unsere Tierheime und Geschäftsstellen: Ob ausgesetzte Rassekatzen, Betriebsunfall mit Not-OP oder die aufwändige Pflege von Kater Samson, der sich von einem Schlaganfall erholen muss. Wie gut, dass es viele Tierfreunde gibt, die uns bei unserer täglichen Arbeit unterstützen und ohne die wir vieles gar nicht schaffen würden. So wie Ida Kreklau, die der NDR einen Tag lang bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Tierheim Hage begleitet hat. Auch unsere Auslandsprojekte in Ungarn und Rumänien sind auf freiwillige Helfer vor Ort angewiesen. Und während der ungarische Schwimmstar Laszlo Cseh seine Prominenz in den Dienst der Tiere stellt und Werbung für den Tierschutz in seiner Heimat macht, gibt es auch die vielen stillen und leisen Unterstützer. Egal, ob laut oder leise: Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung und hoffen sehr, dass Sie uns auch 2020 zur Seite stehen!

Ihr bmt-Team

Kurz vor Silvester ausgesetzt

Am Sonntag vor Silvester war auf der Katzenstation der Arche Noah nochmal mächtig was los. Passanten hatten mehrere ausgesetzte Rassekatzen in einem Waldstück entdeckt, insgesamt acht Tiere wurden im Laufe des Tages eingefangen und ins Tierheim gebracht. Die Perser- und British Kurzhaarkatzen sind sehr lieb, aber ihr Pflege- und Gesundheitszustand ließ zu wünschen übrig. Alle schienen unkastriert zu sein. Was mag hier wohl passiert sein? Wollte jemand vor dem Jahreswechsel noch schnell seine Zucht auflösen? Wie dem auch sei, wir sind froh, dass sie so schnell gefunden wurden. Nicht auszudenken, was sie an Silvester für Ängste hätten durchleben müssen. Da sich bisher kein Besitzer gemeldet hat, werden die Katzen in Kürze vermittelt.
Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Seite des Tierheims Arche Noah.

Glück im Unglück für Edwin

Der kleine Edwin kam Mitte November mit seinen Geschwistern aus Rumänien ins Tierschutzzentrum Pfullingen. Seine Brüder und Schwestern waren bereits ausgezogen, nur Edwin wartete noch auf seine Menschen. Kurz vor dem Jahreswechsel fand er endlich nette Interessenten, sie wollten ihn direkt nach der Silvesterknallerei abholen.  
Doch am 30.12. passierte ein Unglück: Edwin sprang bei der Fütterung vor lauter Freude ein bisschen zu hoch und landete unglücklich auf seinem Hinterlauf. Die niederschmetternde Diagnose lautete: Ein Bruch, der baldmöglichst operiert werden musste. Ab sofort wurde ihm absolute Boxenruhe verordnet, was gar nicht so leicht ist für einen fünf Monate alten Hund. Als seine neue Familie davon erfuhr, beschlossen sie kurzerhand, Edwin direkt abzuholen und ihn bis zur OP zuhause zu pflegen. Das bedeutete natürlich jede Menge Arbeit, war aber auch ein toller Beweis, wie sehr sie ihm zur Seite stehen.
Edwin ist übrigens mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Was kann es Schöneres geben, als in häuslicher Umgebung von seiner Familie gesund gepflegt zu werden? Vielen, vielen Dank!

Samsons sieben Leben

Dass eine Katze sieben Leben hat, bewies Kater Samson aus dem Tierheim Elisabethenhof in Reichelsheim mehr als eindrucksvoll.
Kurz nachdem er im letzten September dort abgegeben wurde, erlitt er einen Schlaganfall. So wirklich glaubte keiner daran, dass er sich wieder erholen würde. Aber er belehrte die Pfleger eines Besseren und war Anfang Januar so fit, dass er ausziehen durfte.
Jetzt lebt Samson zusammen mit drei weiteren Senioren-Katzen ein gemütliches Rentnerleben und hat seine Erkrankung bestimmt längt vergessen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die auch älteren oder kranken Tieren eine Chance geben.

Zirkus des Grauens

Vom 19.12.19 – 05.01.20 gastierte der Berliner Weihnachtscircus/Circus Voyage in der Hauptstadt. Unsere Berliner Geschäftsstelle hat gemeinsam mit Aktion Fair Play zwei Demos gegen den Zirkus organisiert. Der rbb berichtete im Fernsehen über die Protestaktion und die Moderation begann mit den Worten: „Zirkus mit Tieren gibt es immer weniger -und das aus gutem Grund...".
Wie die Aktionsgruppe Tierrechte Bayern berichtet, hat das Veterinäramt Berlin-Spandau bei vier durchgeführten Kontrollen beim Berliner Weihnachtscircus/Circus Voyage insgesamt 26 Verstöße festgestellt – bei allen Wildtieren (Giraffen, Zebras, Elefanten und Flusspferd), Kamelen, Pferden, Gänsen & Hühnern. Es liegen keine tierärztlichen Behandlungsnachweise vor. Die Sicherheit der Ausläufe ist teilweise nicht gewährleistet und eine Verletzungsgefahr der Tiere besteht ebenfalls. Besonders schlimm ist die Situation des Flusspferdes und der Elefanten. Ein Elefant erhielt sogar ein Auftrittsverbot, die Verbringung in das Winterquartier und eine fachärztliche Untersuchung wurde angeordnet.
Die Aussage des Zirkusunternehmens auf seiner Homepage „Allen Tieren im Circus Voyage geht es gut!“ ist der reinste Hohn.

Funk & Fernsehen im Tierheim Hage

Einen ganzen Tag lang stand unser Tierheim Hage im Fokus des Norddeutschen Rundfunks. Sowohl ein Fernseh- als auch ein Radioteam waren vor Ort, um für die Sendereihe "Mein Lieblingsplatz" hinter die Kulissen unseres nördlichsten Tierheims zu schauen.
Woche für Woche besuchen Reporter Menschen in Niedersachsen an ihrem Lieblingsplatz – also an dem Ort, an dem sie sich am wohlsten fühlen.
Isa Kreklau engagiert sich ehrenamtlich im Tierheim Hage und hatte sich für die Sendung beworben und wird auch zukünftig die Geschäftsstelle unterstützen. Unter folgenden Links kann man die Sendungen anschauen bzw anhören.

Ungarischer Ausnahmesportler & Tierfreund

aszlo Cseh ist Ungarns Aushängeschild im Schwimmsport. Bei den Olympischen Spielen gewann er Medaillen, wurde Welt- und Europameister und ist ein großes Vorbild für die Sportjugend in seiner Heimat. Am 4. Januar 2020 fand in Pecs eine Veranstaltung für Nachwuchsschwimmer mit verschiedenen Vorträgen statt (u.a. Toxikologe Dr. Gábor Sacher und Laszlo Cseh). Auch Tamas Farkas, 1. Vorsitzender unseres ungarischen Partnervereins, dem Misina Tier- und Naturschutzverein in Pecs, war eingeladen, um die Tierschutzarbeit seines Vereins vorzustellen und aus dem Tierheimalltag zu berichten. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von der Therapiehundearbeit unserer ungarischen Tierschutzkollegen. Wie gut, dass die vierbeinigen Therapeuten Nudli, Ozy und Zsebi mit vor Ort waren. Im Nu standen sie im Mittelpunkt und nahmen stellvertretend eine große Futterspende, die die Jugendlichen im Vorfeld gesammelt hatten, entgegen.
Da Laszlo Cseh ein großer Tierfreund ist, erklärte er sich sofort bereit, sich mit den Therapiehunden ablichten zu lassen.

Hundejogger für dreibeinige Candy

Candy ist eine superfreundliche und aufgeweckte Mischlingshündin im besten Alter, die aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Vermutlich aufgrund eines Autounfalls hat sie ein Vorderbein verloren und hat Probleme mit dem Bewegungsapparat. Um ihre Lebensqualität zu verbessern, wurde sie mit Goldakupunktur behandelt. Dennoch war sie in ihrem Bewegungsradius stark eingeschränkt und konnte an den normalen Gassirunden nicht teilnehmen. Daher hatten sich die Tierpfleger auf der Tierheim-Wunschliste einen sogenannten Hundejogger für Candy gewünscht, damit sie zukünftig mit ihrem Hundekumpel gemeinsam spazieren gehen kann. Nun wurde dieser Wunsch tatsächlich von zwei Tierfreunden erfüllt und sie hat einen richtig großen, robusten second hand-Jogger bekommen, in den ihr Zwingerkumpel gleich mit einsteigen kann. Darüber hinaus hat ein anonymer Spender einen qualitativ hochwertigen, nagelneuen und robusten Jogger für Candy spendiert. Dieser kam mit der Post und der Sendung konnte leider nicht entnommen werden, wer Candy den tollen Hundewagen spendiert hat. Vielleicht erhält der edle Spender ja auch den bmt-Newsletter und Candy kann sich auf diesem Wege ganz herzlich für den Jogger bedanken.
Vielen, vielen Dank sagen Candy, ihre Gassigeher und die Mitarbeiter der Wau-Mau-Insel!

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